Die Yogatheke 

Bist du in dir zu Hause?

 

 

Das Sakral­chakra — 2. Chakra

 

“Ich fühle mich mit mir verbunden.

Ich fühle mich wohl in meinem Körper.

Ich setze Grenzen.

Ich genieße mein Leben!”

 

Das Sakral­chakra ist das 2. unserer 7 Chakras und befin­det sich ein paar Zen­ti­me­ter unter­halb des Nabels im Unter­leib. Die zen­tra­len Lebens­the­men sind Lebens­freu­de, Genuß, Wohl­be­fin­den, Erotik und Sinn­lich­keit aber auch Krea­ti­vi­tät, Ver­än­de­rung, Sehn­sucht und Polarität.

 

Das Svad­histha­na Chakra, wie es in Sans­krit genannt wird, ist der Wohnort des Selbst. Es ist in Har­mo­nie wenn wir uns selbst mit all unseren Schat­ten­sei­ten anneh­men und lieben können.

 

Das Element des Sakral­chakras ist Wasser, eine leben­di­ge Energie. Wasser lässt Leben ent­ste­hen. Wasser ist fle­xi­bel und passt sich Ver­än­de­run­gen an. Die Qua­li­tä­ten des Wasser sind somit Fle­xi­bi­li­tät, Ver­än­de­rung, Ver­bin­dung und Anpassungsfähigkeit.

Die einzige Kon­stan­te im Uni­ver­sum ist die Ver­än­de­rung — Heraklit.

Kann ich los­las­sen oder halte ich an gewohn­ten Struk­tu­ren fest? Gerade die letzten zwei Jahre haben uns deut­lich gezeigt, dass unser Leben sich aus ständig ver­än­der­den Pro­zes­sen zusam­men­setzt. Die wich­tigs­te Aufgabe, die es daraus zu erken­nen gilt, ist sich dem Fluß hin­ge­ben zu lernen. Auch hier trifft es ein wei­te­res bekann­tes Zitat von Hera­klit auf den Punkt, alles fließt — panta rhei. Nur wenn wir Bestehen­des in Frage stellen können und Sta­bi­li­tä­ten aus­las­sen können, kann wirk­lich Neues ent­ste­hen. Innere Sätze wie “Das haben wir schon immer so gemacht” oder “Das war noch nie so” hemmen uns dabei, wirk­lich los­las­sen zu können und in den “flow” zu kommen.

Ein aus­ge­gli­che­nes Sakl­ral­chakra ver­hilft uns zu purer Lebens­freu­de und intak­ten zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen und lässt uns im Fluß mit allem um uns sein.

Da es die Quelle unserer Lebens­freu­de dar­stellt, ist darauf zu achten dass es gestärkt wird wenn wir traurig sind, wir uns nicht ver­bun­den oder in uns zu Hause fühlen.

Was kannst du für dich tun?

  • Affir­ma­tio­nen wie “Ich darf alles fühlen” oder “Ich fühle mich wohl in meinem Körper” stärken das Svad­histha­na Chakra.
  • Yoga­übun­gen zur Stär­kung des Chakras: Sit­zen­de Grät­sche, tiefer Aus­fall­schritt, Schmet­ter­ling, die Göttinnnen-Haltung
  • Tanzen, mög­lichst jeden Tag — ganz mit dir allein
  • Kümmere dich lie­be­voll um dich selbst
  • Malen oder andere krea­ti­ve Tätigkeiten
  • Pflege deine sozia­len Kontakte
  • Karot­ten, Orangen, Mangos oder Papayas essen

 

Kleine Übung zum Ankommen:

Nimm dir achtsam ein Bad oder eine Dusche und stell dir dabei vor wie das Wasser alle ver­brauch­ten oder nega­ti­ven Ener­gien von dir abwäscht. Viel­leicht magst du dir dabei ein beson­de­res Dusch­gel oder Schaum­bad aus­su­chen, schöne Musik ein­schal­ten und Kerzen anzün­den. Feiere dich und dein Dasein. Sei lie­be­voll mit dir und creme dich nach der Dusche mit einer wohl rie­chen­den Lotion ein, indem du dich jedem ein­zel­nen Kör­per­teil zuwen­dest. Dein Körper ist ein­zig­ar­tig, er hat deine unge­teil­te Auf­merk­sam­keit verdient!

 

Kleine Übung, um in den Fluß zu kommen:

Beob­ach­te, wo du dich dem Fluß des Lebens und der stän­di­gen Ver­än­de­rung ent­ge­gen stemmst. Du merkst das, wenn du zum Bei­spiel kör­per­lich ver­krampfst oder dir immer wieder wünscht, es möge doch so bleiben wie es ist.

Suche dir für die Übung einen ange­neh­men Platz aus und schlie­ße deine Augen. Stell dir dabei einen Fluß vor, der langsam an dir vorüber zieht. Er fließt vor deinem geis­ti­gen Auge vorbei und du lässt mit jeder Aus­at­mung mehr und mehr los…

 

Namaste und hab noch einen feinen Tag,

Manuela Sauer